Logo: Museum Steinau ... das Museum an der Straße






Täglich geöffnet von 10.00 - 17.00 Uhr
ausgezeichnet mit dem
Museums-Förderpreis 2008
der Sparkassen-Kulturstiftung
Hessen-Thüringen
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satelles der multimedia-Guide
  Brüder Grimm-Haus und
Museum Steinau
Brüder Grimm-Straße 80
36396 Steinau an der Straße
Tel. (0 66 63) 76 05
Fax (0 66 63) 91 88 00
E-Mail info@museum-steinau.de

Pfeil Die Stadt, die Geschichte, die Persönlichkeiten
Pfeil Reisewege und Reisezeiten
Pfeil Reparatur und Rekreation
Pfeil Reisen - ein Abenteuer
Pfeil Töpferei
Pfeil Impressum
Eintritt für beide Museen (Stand: 1. Januar 2014)
(Brüder Grimm-Haus und Museum Steinau)
Erwachsene: 6,00 Euro
Erwachsene in Gruppen ab 15 Personen: 4,00 Euro
Kinder (Ermäßigungsberechtigte): 3,50 Euro
Kinder in Gruppen ab 15 Personen: 2,50 Euro
Familien (ab 4 Personen): 12,00 Euro

Kombikarte
(Brüder Grimm-Haus, Museum Steinau und Schloss)
Erwachsene: 8,00 Euro
Kinder: 6,00 Euro
Familien (ab 4 Personen): 14,00 Euro
  Pictogramme: Leiter, Kopf, Rad, Besteck, Koffer, Krug

Steinau an der Straße macht seinem Beinamen "Brüder Grimm-Stadt" alle Ehre mit seinem Brüder Grimm-Haus, dem ehemaligen Amtshaus, in dem die Familie Grimm von 1791 - 1796 lebte und das heute eine ständige Ausstellung zu Leben, Werk und Wirkung der Brüder Grimm beherbergt. Seit dem 23. Juni 2006 hat das Brüder Grimm-Haus allerdings einen ebenso interessanten wie touristisch wirksamen Partner bekommen. In der ehemaligen Amtshofscheune, die dem Amtshaus gerade gegenüber steht, wurde das "Museum Steinau ...das Museum an der Straße" eröffnet. Museumsleiter Burkhard Kling hat hier ein Konzept entwickelt, das Steinau als eine typische Station an der Handelsstraße darstellt.

Die Handelsstraße zwischen Frankfurt am Main und Leipzig an der Pleiße, sie war über Jahrhunderte die große West-Ost-Achse des Reiches, hat der Stadt Steinau ihren Beinamen "an der Straße" gegeben.

Die Straße prägte Steinau und mit all dem, was sich auf der Straße abgespielt hat, mit Freud und Leid; Krieg und Frieden haben in Steinau ihre Spuren hinterlassen. Unzählige Menschen sind über die Straße gezogen, sind so durch Steinau gekommen, mussten hier übernachten, haben ihre Wagen reparieren lassen - und sie haben ihre Eindrücke von dieser Stadt mit auf die weite Reise genommen.

Das Amtshaus (heute Brüder Grimm-Haus) war der Verwaltungssitz für die Ämter Steinau und Schlüchtern. Hier wirkte der Jurist Philipp Wilhelm Grimm von 1791-1796 als Amtmann und bewohnte mit seiner Familie Haus und Hof. So war die Amtshofscheune für seine Kinder beliebter Spielplatz, auch für die Söhne Jacob und Wilhelm, die später weltbekannten Sprachforscher und Märchensammler, und Ludwig Emil, den Maler und Zeichner des Biedermeier. Wie hoch die Grimm-Kinder hinauskamen, auch beim Spielen, zeigt uns noch heute der Gegenstand ihres besonderen Interesses: die Scheunenleiter scheint endlos bis unters Dach zu reichen. Über die städtischen Bereiche, die Straßenstation, den Verwaltungssitz, das später ackerbürgerliche Milieu und das Handwerk berichten vier Filme und zeigen die Entwicklung Steinaus an der Straße.

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Brüder Grimm-Haus

Eingang zum Museum Steinau

Innenraum: Töpferei-Ausstellung

 
Abbildungen: Jacob Grimm, Wilhelm Grimm, Ludwig Emil Grimm
Jacob Grimm, Wilhelm Grimm und Ludwig Emil Grimm

Die Stadt, die Geschichte, die Persönlichkeiten

Die Bedeutung Steinaus wuchs mit dem Reiseauf-
kommen der Handelsstraße Frankfurt-Leipzig. Schon
um von Frankfurt nach Steinau zu kommen, war es
notwendig, vielerlei Grenzen zu überqueren. Das
Reich war ein Flickenteppich. Davon erzählen unsere
historischen Grenzsteine. Und jede Grenze war mit
vielen unterschiedlichen Verpflichtungen verbunden.
Im 16. Jahrhundert wurde aus der kleinen Burg zur
Sicherung der Straße ein stattliches Schloss. Dieses
Renaissance-Schloss erhielt nun Zentrumsfunktion.
Alle Prosperität blieb aber von der Straße abhängig.
So kam man nach Steinau und ging wieder, kurz oder
für länger. Für viele Menschen war Steinau sogar eine
Station auf ihrem Lebensweg. Einzelne Personen
machen dies mit ihren beruflichen und gesellschaft-
lichen Funktionen deutlich. Hier wird auch Friedrich
Grimm, der Großvater der Brüder Grimm vorgestellt,
der über 40 Jahre reformierter Pfarrer in Steinau war.
Seine Altarbibel ist hier wichtiges Ausstellungsobjekt
geworden. Überhaupt, in Steinau kommt man nicht ohne die Grimms aus, so sind in allen Abteilungen
des Museums immer wieder Verweise auf die Familie
zu finden, es gibt Gegenstände aus dem Besitz zu
sehen, es werden Arbeiten Ludwig Emil Grimms vor-
gestellt und es werden Märchenthemen Jacob und
Wilhelm Grimms aufgegriffen.

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Reisewege und Reisezeiten

Die Straße von Frankfurt nach Leipzig wurde von fast allen Menschen genutzt, die durch das Reich zogen, Kaiser und Könige, Bettler und Huren, Künstler und Denker waren genauso dabei wie mancher Kaufmann oder ein Pilger auf seinem Weg. Heute kann man die Strecke bequem in drei Stunden mit dem Zug zurücklegen. Mit der Kutsche war das etwas anderes, da war man gut 14 Tage unterwegs und es bedurfte schon einiger Utensilien, die Reise bequem zu überstehen. Das fängt beim Proviant an, geht über die Möglichkeiten zur Verteidigung und endet mit dem Geld, das man dabei haben muss. Nicht nur Bettine von Arnim kann da Geschichten erzählen ...

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Pistole
 

Vorder- und Rückseite vom Gasthof-Schild "zum weißen Schwan"

Reparatur und Rekreation

Wagner, Schmiede und Sattler bestimmten in Steinau das Handwerk. Wen wundert's? Kamen doch täglich Menschen mit Tier und Wagen in die Stadt und mussten in einer der zahlreichen Herbergen, die es fast in jedem zweiten Haus gab, logieren, während der Wagen repariert oder das Pferd neu beschlagen wurde. Davon zeugen auch zahlreiche Gasthof-Schilder aus dem 18. und 19. Jahrhundert. Später konnte man dann vielleicht einen neuen Wagen aussuchen, hatte sich hier doch eine florierende Kutschenfabrik etabliert.

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Reisen - ein Abenteuer

Kutschenfabriken waren auch bitter notwendig,
wenn man sich einen Spurrillenstein von der
Straßen ansieht. Die Strapazen des Reisens
werden auch uns heute hier augenfällig. Wir
sehen auch, dass sich in den letzten 150
Jahren das Reisen von Grund auf verändert
hat. Während noch im frühen 19. Jahrhundert
der Reisende die Nacht im sicheren Steinau
verbringen musste, fuhr er kaum zwanzig Jahre
später mit der Eisenbahn an der Stadt vorbei.
Die Gäste finden heute über die Autobahnabfahrt
nach Steinau. Eine Kutsche aus der Kutschen-
fabrik Romeiser vor einem an der Stadtsilhouette vorbeirauschenden ICE zeigt, wie sehr sich das
Reisen in den letzten 150 Jahren verändert hat.
Musste der Gast früher Quartier in der Stadt
nehmen und war viele Stunden in Steinau, so
fährt er heute in wenigen Sekunden an der
Stadt vorbei.

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Kutsche
 
Schraubtopf

Töpferei

Seit dem 14. Jahrhundert ist für Steinau und einige seiner heutigen Stadtteile das Töpferhandwerk belegt. Über die Handelsstraße fand das, was die Töpfer hergestellt haben, direktem Weg zum Kunden. Funde aus mittelalterlicher Zeit und dem 17. Jahrhundert zeigen die Entwicklung des regionalen Töpferhand-
werkes. Die Vielfalt von Formen und Dekoren im 19. Jahrhundert wird genauso vorgestellt wie manch besonderes Gefäß. So erzählt eine alte Steinauerin von der "Pfingstinsel". Die Entstehung des fast aus-
schließlich in Marjoß gefertigten Schraubtopfes ist im Film zu verfolgen. Eine Besonderheit ist es, dass in Steinau sowohl Gefäße in Irdenware, als auch in Steinzeug hergestellt wurden. Dieser Steinzeug-Produktion ist viel Platz eingeräumt. Doch auch in Steinau schwanden im frühen 20. Jahrhundert die Absatzmöglichkeiten für die bäuerliche Keramik. Es blieben die kunsthandwerkliche Töpferei und Ofenkeramikproduktion, wobei manch prächtiger Jugendstil-Ofen hier entstanden ist.

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Impressum

Adresse:
Brüder Grimm-Haus und
Museum Steinau
Brüder Grimm-Straße 80
36396 Steinau an der Straße

Tel. (0 66 63) 76 05
Fax (0 66 63) 91 88 00

E-Mail info@museum-steinau.de
Internet www.museum-steinau.de

Museumsleitung: Burkhard Kling

Träger: Magistrat der Stadt Steinau an der Straße www.steinau.de

VIA REGIA - Kulturstraße des Europarates
www.via-regia.org

Webdesign: Agentur 54U, www.54u.de

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